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OTL-PPP Röhrenverstärker Simulation
von M. Benndorf



Hier eine Simulation des vor einigen Jahren in der Möhrenbude vorgestellten 30 Watt OTL Verstärkers mit PL519.

Wir hatten vor einigen Jahren hier:

Link zu Artikel über OTL-Verstärker in der Möhrenbude



...eine PPP-OTL Schaltung vorgestellt, die praktisch bisher noch nicht erprobt wurde.


Das klare Handicap dieser Schaltung ist die erforderliche Lautsprecher Impedanz von 64 Ohm. Der Reiz liegt jedoch in der "energiesparenden" Bestückung mit nur zwei Endpentoden PL519 und dem OTL Prinzip. Eine Laustprecherzeile, gebildet von 8 Stück senkrecht übereinander angeordneten Visaton FRS8 oder ähnlichen Chassis, um die 64 Ohm Lautsprecher Impedanz bei Reihenschaltung der LS Chassis zu erreichen, wird im Zusammenspiel mit diesem OTL-PPP warscheinlich einen sehr guten Klang ergeben.

Auch als "Nicht OTL" mit einem Übertrager für 8 Ohm Lautsprecher, mit einem Impedanzverhältnis Primär (64 Ohm) zu Sekundär (8 Ohm) von 8, ergo einem Übersetzungsverhältnis von Wurzel aus 8 = 2,83, ist auch mit wenig Wickelaufwand bzw. ohne hohe Verschachtelung in der Lage, auch höchste Tonfrequenzen über 20kHz sehr verlustarm zu übertragen, aber nicht handelsüblich. Die Größe/Masse des Eisenkerns bestimmt auch hier gnadenlos die untere verzerrungsarme Grenzfrequenz, genau wie bei allen anderen NF Ausgangsübertragern.

Vorteilhaft beim PPP Prinzip ist der komplett gleichstromfreie Ausgang. Damit kann die Drahtstärke der Primärwicklung eines Ausgangsübertragers für 4 oder 8 Ohm Lautsprecher Impedanz auch für Klasse A oder Klasse AB Betrieb nur für die Wechselstrom Belastung bemessen werden und es ist deswegen eine etwas hörere Primärimpedanz als bei "normalen" PP Verstärkern möglich. Da mehr Primärwindungen im gleichen Wickelraum möglich sind wird eine höhere Primärimpedanz und auch eine etwas geringere Induktion im Kern möglich. Auch die Isolation bei einem PPP Ausgangsübertrager kann wesentlich geringer als bei einem PP-Typ ausfallen. Diese höhere Primärimpedanz kommt wiederum der unteren Grenzfrequenz und dem Klirrfaktor zu Gute. Auch kann ein PPP Verstärker ohne Lautsprecher/Last betrieben werden, ohne das zu hohe Spannungen an der Primärwicklung entstehen, wie es beim PP Verstärker der Fall ist. Es stellte sich mit dieser Simulation heraus, das kurz vor dem Einsetzen des Gitterstroms an den Endpentoden eine Ausgangsleistung von sauberen 25 Watt sinus an 64 Ohm erreicht wird, 30 Watt werden nur bei RMS Messung erreicht.

Wir haben zwei Simulationen hier reingestellt. "Simple" ist ohne Differenzverstärker und ohne Gegenkopplung und braucht +/-900mV Spitze-Spitze zur Vollaussteuerung. Der Klirrfaktor bei der Simple Version ist noch akzeptabel und der Dämpfungsfaktor wird bei etwa 3....10 liegen. Die Version mit Differenzverstärker erfüllt alle Ansprüche an moderne Endverstärker, der Klirrfaktor ist auch bei Volllast weit unter 1% (nicht sichtbar gegenüber Eingangssignal), der Dämpfungsfaktor ist über 50 und +/-160mV genügen für Vollaussteuerung.

Hier die zur Simulation nötigen Röhrenmodelle 12ax7a.inc und 6kg6.inc von Duncanamps und die beiden Schaltungssimulationen (*.asc) der Möhrenbude zum download

PPP.zip (6kB)

Bild1: "Simple" Ausführung, Schaltbild:

Bild2: FFT für Simple bei Volllast:

Bild3: FFT für Simple bei 1 Watt:

Bild4: Schaltbild für Version mit Differenzverstärker:

Bild5: FFT für Diff. bei Volllast:

Bild6: FFT für Diff. bei 1 Watt:

(cc) by-nc-sa Mario Benndorf, 23.06.2008









Copyright © by Moehrenbude Alle Rechte vorbehalten.

Publiziert am: 2008-06-25 (1561 mal gelesen)

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